Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen. Erst recht, wenn man auf Diät ist.

Ameisenkuchen

Ameisenkuchen

Seid gegrüßt, liebe Kalorienzähler und alle, die es (nicht) werden wollen,

heute findet die kirchliche Hochzeit meiner Schwester mit anschließender großer Sause statt und mir schwillt schon ein bisschen die Brust vor Stolz, dass ich meine Backkünste beim Kuchenbuffet für die Party gleich mit zwei Sorten vertreten sein dürfen. Die Donauwelle habe ich ja diese Woche schon probegebacken, um mit dieser ganzen Buttercreme-Sache warm zu werden und zu testen, ob der Nutellaguss wirklich hält, was er verspricht. Daneben darf ich aber auch einen absoluten All-Time-Klassiker seit unserer Kindheit* beisteuern und den beherrsche ich nicht nur im Schlaf, ich habe diesen Kuchen sogar so gerne, dass ich schon eine kalorienärmere („leicht“ wäre dennoch übertrieben) Variante augetüftelt und gebacken habe, denn Ameisenkuchen ist nicht nur mir, meinem Schwesterherz und meiner Familie ein herzerwärmender Begriff – dieser Kuchen hat sich mit seinen drölfmillionen Kalorien auch schon in die Herzen unserer Freunde und Kollegen geschlichen und ist von dort nicht mehr wegzubekommen. Ein Geburtstagskuchenbuffet in der Firma vom Schwesterherz ist ohne Ameisenkuchen nicht komplett und bei ihrem Junggesellinnenabschied fragte eine ihrer besten Freundinnen direkt ob es diesen auf der Hochzeit auch geben wird und so ging der Auftrag direkt an mich. 😀

Der Grund für die Beliebtheit ist sicherlich auch in der mit steigendem Alter der Esser steigenden Alkoholmenge im Teig zu sehen – lustig eigentlich, weil man die meisten Menschen ja mit Eierlikör pur eher jagen kann, hihi. Aber im Kuchen fliegen irgendwie alle darauf und deswegen teile ich gerne das Rezept für diesen Familienklassiker mit euch:

*Ja, wir haben früher auch mal Kuchen mit Alkohol bekommen und wir haben es überlebt – sicher aber nicht die hier beschriebene Variante „volle Dröhnung“. Ende des Zuständigkeitsbereichs der Jugendschutzbeauftragten oder der Instagram-Ernährungspolizei. Ob und welche Variante ihr backen möchtet, ist ganz allein euch überlassen.  Der Eierlikör kann – wie in der leichten Variante geschehen – teilweise durch Milch ersetzt werden, allerdings nicht ganz 1:1. Weil die Milch etwas flüssiger ist, lieber erst etwas weniger nehmen und darauf achten, dass der Teig zähflüssig bleibt.

Ameisenkuchen „volle Dröhnung“

Du brauchst für 24 Portionen (ein Backblech 30x40cm):

  • 450g weiche Margarine
  • 350g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 6 Eier Gr. L/ 7 Eier Gr. M
  • 450g Mehl
  • 30g TL Natron
  • 450ml Eierlikör
  • 200g Schokoladenstreusel (oder Zartbitter-Schokoraspeln, wenn es nicht ganz so süß sein soll)
  • 250g weiße Schokolade, 1 EL neutrales Öl und etwas dunkle Schokolade oder ein paar Schokostreusel für Guss und Dekor

Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Margarine auf höchster Stufe cremig rühren, den Zucker mit dem Vanillezucker gemischt unterrühren und die Eier einzeln zugeben. Insgesamt etwa 5 Minuten zu einer cremigen Masse rühren.

Mehl und Natron mischen und abwechselnd mit dem Eierlikör auf der niedrigsten Stufe unterrühren. Zum Schluss die Schokostreusel unterheben, alles gleichmäßig auf das Backblech streichen und im vorgeheizten Ofen 35-40 Minuten backen (Stäbchenprobe, aber nicht zu trocken werden lassen).

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etwa eine halbe Stunde abkühlen lassen und währenddessen weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Das Öl zufügen, die Schokolade glatt rühren und auf dem Kuchen verteilen, glatt streichen. Entweder die dunkle Schokolade schmelzen (40-50g genügen) und über den Kuchen sprenkeln oder die Schokostreusel darüber verteilen. Komplett erkalten lassen und dann genießen!

Ameisenkuchen „light“

Du brauchst für 24 Portionen (ein Backblech 30x40cm):

  • 220g Margarine
  • 360g Naturjoghurt (1,5%)
  • 260g Rohrzucker
  • 6 Eier Gr. L/ 7 Eier Gr. L
  • 450g (Dinkel-) Mehl
  • 200ml Eierlikör
  • 200ml Milch
  • 150g Zartbitter-Schokoraspeln
  • 200g weiße Schokolade und ein paar Schokostreusel oder etwas dunkle Schokolade für den Guss (max. 50g)

Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Margarine, Joghurt und Zucker gut verrühren, die Eier einzeln zufügen und 3-4 Minuten kräftig weiterrühren.

Mehl und Natron mischen und abwechselnd mit dem mit der Milch vermischten Eierlikör auf der niedrigsten Stufe unterrühren. Zum Schluss die Schokoraspeln unterheben, alles gleichmäßig auf das Backblech streichen und im vorgeheizten Ofen 35-40 Minuten backen (Stäbchenprobe, aber nicht zu trocken werden lassen).

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etwa eine halbe Stunde abkühlen lassen und währenddessen weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Die Schokolade glatt rühren und auf dem Kuchen verteilen, glatt streichen. Entweder ein bisschen dunkle Schokolade schmelzen und über den Kuchen sprenkeln oder die Schokostreusel darüber verteilen. Komplett erkalten lassen und dann genießen!

Du hast das Rezept nachgekocht, ein Foto davon gemacht und es auf Instagram gepostet oder du hast es vor? Ich würde mich extremst freuen, wenn du den Hashtag #kochenmitderdicken verwendest – dann finde ich dein Meisterwerk direkt! 🙂

Lass es dir schmecken! 🙂

❤️💛💚 Alles Liebe 💚💛❤️

Kristina

Nährwerte für die Version „volle Dröhnung“

  • 443kcal pro Stück
  • 7,8g Fett
  • 47,2g Kohlenhydrate
  • 4,5g Eiweiß

Nährwerte für die leichte Variante

  • 318kcal pro Portion
  • 8,7g Fett
  • 34,5g Kohlenhydrate
  • 6,2g Eiweiß

Die hier aufgeführten Angaben sind als Hilfsmittel gedacht und ich übernehme für diese keine Garantie. 😉



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