Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen. Erst recht, wenn man auf Diät ist.

Donauwelle

Donauwelle

Seid gegrüßt, liebe Kalorienzähler und alle, die es (nicht) werden wollen,

schon wieder gibt es Kuchen und schon wieder ist er – wie man auf Instagram neumodisch sagt #healthynothealthy – frei übersetzt also „bestimmt nicht gesund, aber so lecker, dass es wurscht ist, ob es Vitamine hat!“. Aber: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, und wenn die kleine Schwester heiratet und sich einen Kuchen wünscht, dann soll sie natürlich einen bekommen. 😁

Den Ameisenkuchen mit Eierlikör, den ich backen soll, kann ich im Schlaf, die Donauwelle, die sie sich außerdem gewünscht hat, bereitete mir allerdings ein paar Bauchschmerzen, denn auch wenn es der Lieblingskuchen des Mannes ist, gab es diesen bisher eher selten – Probebacken also dringend erforderlich. 😄

Die Kollegen des Mannes, für die ja schon der letzte Kuchen gedacht war, stellten sich gerne und todesmutig wieder als Testesser zur Verfügung und heute schallte mir aus einer Kehle beim Heimkommen vielfaches Lob entgegen, denn die Donauwelle, die sich gestern bei meiner Verkostung noch etwas trocken präsentiert hatte, war über Nacht in die Pötte gekommen und hatte herrlich durchgezogen, so dass sie auch die Saftigkeit vorweisen konnte, die ich gestern noch vermisst hatte.  Damit ist das Rezept dann auch offiziell freigegeben und ich kann es mit euch teilen.

Ihr wisst sicher, dass Donauwellen zu den „Glaubensfragen“ des heimischen Herdes gehören – die einen fordern möglichst viel Buttercreme, die anderen einen dicken Boden. Meine – aus mehreren Rezepten und viel Phantasie zusammengeklaubte – Variante hat einen saftigen Boden, eine mitteldicke Cremeschicht und einen kräftigen Nutellaguss, der herrlich glatt wird – wenn man das will. Nur damit ihr wisst, was auf euch zukommt. 😎

Klassische Donauwelle mit Buttercreme

Du brauchst für 12 Portionen (eine runde Springform von 26 oder 28cm Durchmesser):

  • Für den Boden:
    •  1 Glas Schattenmorellen (Kirschen, 720ml Fassungsvermögen)
    • 130g weiche Margarine oder Butter
    • 100g Zucker
    • 1 Pk. Vanillezucker
    • 1 Prise Salz
    • 3 Eier
    • 190g Mehl
    • 2 gestr. TL Natron
    • 15g Kakao
    • 2 EL Milch

 

  • Für die Buttercreme:
    • 150g Butter, zimmerwarm
    • 1 Pk. Puddingpulver Vanille
    • 100g Zucker
    • 500ml Milch
  • Für den Guss:
    • 100g Zartbitterschokolade (50% Kakaoanteil)
    • 40g Nutella
    • 1 EL neutrales Öl, z.B. Sonnenblumenöl

Den Ofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand leicht mit weicher Margarine oder Butter einfetten.

Die Schattenmorellen in ein Sieb abschütten und abtropfen lassen. Die Butter für die Buttercreme aus dem Kühlschrank nehmen und abgedeckt auf Zimmertemperatur anwärmen lassen.

Für den Teig die weiche Margarine in eine Rührschüssel geben und auf höchster Stufe cremig rühren. Den Zucker mit Vanillezucker und Salz mischen, langsam zur Margarine geben und weiter auf höchster Stufe verquirlen. Die Eier nach und nach hinzufügen und weiter cremig rühren, nach dem letzten Ei noch mindestens drei Minuten auf höchster Stufe weiterschlagen. Mehl und Natron mischen und auf der geringsten Stufe unterziehen – gerade so, dass die Masse homogen und glatt ist, aber nicht zu lange.

Die Hälfte des Teiges in die Springform streichen. Zum restlichen Teig den Kakao sieben und die Milch zufügen und wiederum auf niedriger Stufe verquirlen, so dass der Teig gleichmäßig braun gefärbt ist. Am besten mit einem Silikonteigschaber nochmal gut durchrühren (auch am Schüsselboden) und dann den braunen Teig gleichmäßig auf den weißen streichen. Die abgetropften Kirschen auf dem Boden verteilen und leicht in den Teig drücken, damit beim Anschneiden dann die Wellenform sichtbar wird.

Den Boden in den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 35-40 Minuten lang backen (Stäbchenprobe).

Während der Boden backt, den Vanillepudding zubereiten. Dafür ca. 80ml Milch von den 500ml abnehmen, die 420ml in einen kleinen Topf geben und zum Kochen bringen. Währenddessen Zucker und Puddingpulver vermischen und mit einem Schneebesen verquirlen, während die 80ml Milch zugefügt werden. Diese glattgerührte Masse in die kochende Milch schütten, diese vom Herd nehmen, richtig kräftig durchquirlen und beseite stellen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Den gebackenen Boden aus dem Ofen nehmen, ebenfalls auf Raumtemperatur abkühlen lassen. An dieser Stelle ist es wichtig, Geduld zu haben – ist der Pudding zu warm und die Butter zu kalt, gerinnt die Buttercreme und ist der Boden noch zu warm, schmilzt die Buttercreme quasi weg. Ich warte lieber etwas länger und lasse den Kuchen in der Form erkalten, denn dann kann ich die Creme später einfach aufstreichen und muss den Kuchen nicht zwischenzeitlich auf eine Platte hieven und einen Backrahmen darum stellen.

Für die Buttercreme die wohl temperierte Butter in eine Rührschüssel geben und auf höchster Stufe cremig schlagen. Vom Pudding brauchen wir etwas mehr als die Hälfte, bei mir waren es jeeweils ca. 340g (auf Nummer sicher geht ihr, wenn ihr den Pudding wiegt und mit 0,6 multipliziert Kuchen ist das einzige, wo ich regelmäßig Mathe anwende), da Puddingpulver-halbieren allerdings meistens nur Schweinerei ist, koche ich immer eine ganze Packung und verfüttere den Rest an meinen kleinen Vanillepudding-Fan. 😉 Den Pudding nach und nach esslöffelweise dazu geben und dabei auf höchster Stufe weiterschlagen, bis der gesamte Pudding untergezogen und die Creme irgendwo zwischen fluffig und steif ist. Die Buttercreme auf den erkalteten Boden streichen und mit der Form (oder dem darumgestellten Backrahmen, damit wir die Form wahren) für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Etwa 10 Minuten vor Ablauf der Stunde die drei Zutaten für den Guss in eine (Metall- oder Porzellan-) Schüssel geben und über dem dampfenden Wasserbad schmelzen, dabei gelegentlich umrühren. Wenn die Masse richtig flüssig ist, nochmal gut verquirlen und den Kuchen aus dem Kühlschrank holen. Den Schokoguss darauf verteilen und nach Belieben verzieren: Glatt streichen, mit einem Wellenkamm feine Konditorenwellen hineinziehen oder wie ich anarchische Wellen mit einer Gabel ziehen, die die Creme sichtbar werden lassen.

Den Kuchen wiederum mindestens für eine Stunde in den Kühlschrank stellen – viel besser schmeckt er allerdings, wenn er über Nacht Zeit bekommen hat, durchzuziehen, denn, dann können die Kirschen und die Creme den Boden so richtig saftig machen.

Du hast das Rezept nachgekocht, ein Foto davon gemacht und es auf Instagram gepostet oder du hast es vor? Ich würde mich extremst freuen, wenn du den Hashtag #kochenmitderdicken verwendest – dann finde ich dein Meisterwerk direkt! 🙂

Lass es dir schmecken! 🙂

❤️💛💚 Alles Liebe 💚💛❤️

Kristina

Nährwerte

  • 396kcal pro Stück
  • 15g Fett
  • 37,9g Kohlenhydrate
  • 5,7g Eiweiß

Die hier aufgeführten Angaben sind als Hilfsmittel gedacht und ich übernehme für diese keine Garantie. 😉



4 thoughts on “Donauwelle”

  • Tolles Rezept!! Gibt es einen Grund, weshalb du Schattenmorellen aus dem Glas und nicht frische Kirschen verwendest?

    Liebe Grüsse
    Lea

    • Hallo Lea,
      Danke für deinen Kommentar! 🙂 Zugegebenermaßen verwende ich die Schattenmorellen aus dem Glas aus reiner Gewohnheit und vielleicht auch ein bisschen aus Faulheit… 😀 Mit frischen Kirschen wird das Rezept aber sicher ganz fantastisch!
      Liebe Grüße,

      Kristina

      • Liebe Kristina

        Vielen Dank für deine rasche Antwort! Werde die Donauwelle morgen Abend für den Geburtstag meines Freundes backen. Mal schauen, wenn es schöne frische Kirschen gibt, werde ich wohl diese verwenden!

        Schönen Abend!
        Liebe Grüsse
        Lea

        P.S.: Finde deine Seite absolut super. Echt toll! <3

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