Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen. Erst recht, wenn man auf Diät ist.

Dunkle Grundsoße

Dunkle Grundsoße

Seid gegrüßt, liebe Kalorienzähler und solche, die es (nicht) werden wollen,

seit Wochen hadere ich mit mir, diesen Beitrag zu posten, denn irgendwie kommt es mir total kiki vor, hier ein Rezept für eine einfache dunkle Grundsoße zu posten und ganz viele von euch werden jetzt sicher nur müde lächeln, denn sie können das im Schlaf und brauchen dieses Rezept nicht wirklich.

Dennoch gibt es natürlich einen Grund, dass ich mich doch dazu entschlossen habe und den möchte ich euch nicht vorenthalten: Ganz früher am Anfang meiner Kochkarriere habe ich unter „kochen“ vor allen Dingen verstanden, den Anweisungen auf einem dieser Pulverbeutel, die ich heute total schrecklich finde, zu folgen und die darin enthaltene Würzmischung zu benutzen, um „Geschmack“ an alle Gerichte zu bringen, die auf den Tisch kamen. Das kostet nicht nur auf Dauer gesehen unheimlich viel Geld, es verdirbt einem auch die Geschmacksnerven (es hat eine ganze Weile gedauert, diese wieder zu „resetten“) und vor allem raubt es einem die Hoheit über den eigenen Kochtopf, denn was in diesen Päckchen so genau drin ist, weiß man nicht so genau und wenn man ehrlich ist, dann will man es auch gar nicht. 😉

Nun bin ich mit einem gelernten Koch verheiratet und weiß (in der Theorie) auch, wie man die besten Saucen der Welt macht. Nur leider – und das ist ja auch immer das Totschlagargument für die doofen Packerln – braucht so eine richtige Soße mit Knochenauskochen und Fleischrösten und tirili und trallala einfach mal ne ganze Menge Zeit und wenn wir mal ehrlich sind, müsste man auch eine Wagenladung voll kochen, damit sich der Aufwand lohnt.

Damit ich mich also in all meinen zukünftigen Rezepten, in denen es eine dunkle Grundsauce auf die Schnelle braucht, nur noch auf diesen Beitrag zu beziehen brauche (auch beim Bloggen muss man die Dinge manchmal etwas beschleunigen ^^) und weil ich glaube, dass es vielleicht in den Weiten da draußen doch noch eventuell und ganz unwahrscheinlicher- aber doch möglicherweise irgendjemanden geben könnte, dem dieses Rezept von den doofen Tütchen weghilft, gibt es diesen Beitrag mit meiner 15-Minuten-Hausfrauenvariante einer dunklen, selbstgemachten Soße eben doch. Voilà – endlich ein zweiter Beitrag für meine Kategorie „Basics“! 😀

 Mit Champignons und Hähnchenbruststreifen

Dunkle Grundsoße, Variante „Heimchen am Herd in Zeitnot“

Du brauchst pro Portion:

  • Fleisch und/ oder Gemüse, das in die Sauce hinein soll, auf den Bildern siehst du z.B. Schweinefleisch, Bohnen und Champignons > die Sauce ummantelt bei mir pro Portion bis zu 200g Fleisch und 300g Gemüse
  • 1 weiße Zwiebel, in feine Streifen oder Würfel geschnitten, ca. 60g
  • 1 TL neutrales Öl oder Olivenöl
  • 250ml heiße Gemüse-/ Fleischbrühe (ich nehme immer 250ml heißes Wasser und rühre 1 TL Suppengrünpaste hinein)
  • 1 geh. TL (Dinkel-) Mehl (10g)
  • wenn die Soße eine leichte „Rahmsoßennote“ bekommen soll, brauchst du zusätzlich 100ml Milch (du kannst auch Sahne nehmen, wenn du es lieber gehaltvoll magst// es reichen für die Rahmvariante 200ml Brühe)
  • Salz und Pfeffer
  • eine richtig kräftige Prise Paprikapulver edelsüß
  • nach Belieben etwas Knoblauchgranulat
  • ein Lorbeerblatt, eine Wacholderbeere, ein Körnchen Piment (keine Panik, zur Not geht’s auch mal ohne! 😉 )

Gleich zu Anfang eine Differenzierung: kurzgebratenes – egal ob Fleisch oder Gemüse – das wirklich nur kurz scharf angebraten oder auch nur kurz mitgegart werden soll, sollte man separat anbraten bzw. erst ganz am Schluss zugeben. Ich denke dabei an dünne Geflügelstreifen oder Paprika die knackig bleiben sollen. Wenn dein Fleisch und dein Gemüse also nicht zäh bzw. verkocht sein sollen, Fleisch vorher anbraten, aus der Pfanne nehmen und erst wieder zum Schluss zugeben oder z.B. Paprikastreifen erst 1-2 Minuten vor Ende der Garzeit zugeben.

Bei allem was länger in der Pfanne verweilen darf, gilt folgendes: (Fleisch im heißen Öl in einer beschichteten Pfanne kräftig rundherum anbraten, Gemüse zugeben und unter Rühren kurz braten. Die Zwiebeln zugeben oder mit ihnen beginnen, also…)

Die Zwiebel  im heißen Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten, mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Knoblauchgranulat würzen und mit dem Mehl bestäuben. Direkt umrühren, dass sich das Mehl gut verteilt, mit der heißen Brühe ablöschen und auch wieder direkt rühren, damit sich keine Klümpchen bilden.

Lorbeerblatt, Piment und Wacholderbeere kurz anstoßen (im Mörser oder einfach mit einem Kochlöffel), zugeben und die Soße bei mittlerer Hitze mindestens fünf Minuten unter gelegentlichem Rühren reduzieren lassen. Dabei bindet das Mehl einiges von der Flüssigkeit und die Soße wird sämig.

Soll die Soße einen Rahmsoßentouch bekommen, nach fünf Minuten nach und nach die Milch zugießen und weitere 5 Minuten reduzieren lassen.

Zum Schluss hin Wacholderbeere, Nelke und Lorbeerblatt entfernen, die separat gekochte Soße (ohne Fleisch und Gemüse außer der Zwiebel) nach Belieben pürieren und zum Essen geben, also z.B. über dem Karoffelbrei verteilen, mit dem zuvor angebratenen Fleisch vermengen oder frische Paprikastreifen untermischen.


Und falls das alles ein bisschen krypisch und verworren war, hier nochmal konkret anhand meines gern genommenen Beispiels „Bohnengeschnetzeltes“, du brauchst dafür 200g Schweinegeschnetzeltes und 200g TK-Bohnen:

Das Öl in einer beschichteten Pfanne heiß werden lassen, das Schweinefleisch darin rundherum anbraten, die Bohnen und die Zwiebelstreifen zugeben, 2 Minuten weiterbraten. Mit Salz, Pfeffer, kräftig Paprika und Knoblauchgranulat würzen. Mit dem Mehl bestäuben, das Mehl rundherum an Fleisch und Bohnen verteilen.

Mit der Gemüsebrühe auffüllen, kräftig umrühren und Wacholderbeere, Lorbeerblatt und Pimentkörnchen etwas anstoßen und dann dazugeben. Fünf Minuten reduzieren lassen, die Milch nach und nach zufügen und weitere fünf Minuten reduzieren lassen.

Wacholderbeere, Lorbeerblatt und Pimentkörnchen entfernen, rühren und abschmecken und zu einer Beilage nach Wahl, z.B. Kartoffelbrei servieren.

Du hast das Rezept nachgekocht, ein Foto davon gemacht und es auf Instagram gepostet oder du hast es vor? Ich würde mich extremst freuen, wenn du den Hashtag #kochenmitderdicken verwendest – dann finde ich dein Meisterwerk direkt! 🙂

Lass es dir schmecken! 🙂

❤️💛💚 Alles Liebe 💚💛❤️

Kristina

Nährwerte

  • 98 kcal pro Portion (+48 Kalorien für die Rahmsoßenvariante mit fettarmer Milch 1,5%)
  • 5,1 g Fett
  • 10,8 g Kohlenhydrate, davon 1,5g Zucker
  • 1,8g Eiweiß

Die hier aufgeführten Angaben sind als Hilfsmittel gedacht und ich übernehme für diese keine Garantie. 😉

 

Mit Champignons, Speck und Frühlingszwiebeln



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